Ernährung in bestimmten Lebenssituationen:

 

Ernährung in der Schwangerschaft

Für Zwei essen, das ist leider nicht der Sinn der Sache. Heute heißt die Devise, nicht die doppelte Menge, sondern darauf achten, was man isst. Der Kalorienbedarf liegt lediglich ca. 20% höher als zuvor. Stark erhöht ist jedoch der Bedarf an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen.

Normalerweise ist man mit einer abwechslungsreichen, vollwertigen Kost gut versorgt. Häufig ist das jedoch schon ein Problem, zum Beispiel wenn aus irgendwelchen Gründen bestimmte Lebensmittel gemieden werden müssen. Manchmal treten aufgrund des stark erhöhten Bedarfs einzelne Mangelzustände auf. Im allgemeinen kann jedoch davon ausgegangen werden, dass eine vollwertige Ernährung ausreichend ist. Ihr Arzt wird Ihnen sicher gerne eine Empfehlung für eventuelle Nahrungsergänzungen an Hand Ihres ganz persönlichen Bedarf geben.

Immer wichtig sind folgende Faktoren

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie, wie es eigentlich auch ansonsten sein sollte, mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag trinken. Am besten sind Mineralwässer, verdünnte Fruchtsäfte, Kräuter- und Früchtetees. Kaffee und Tee sind erlaubt, sollten aber nicht im Überfluss genossen werden. Erlaubt sind etwa 2 Tassen pro Tag. Bei gezuckerten Getränken sollte man Vorsicht walten lassen, da sie recht kalorienreich sind, ansonsten jedoch keinen besonderen Mehrwert für die Ernährung mitbringen.

Folsäure

Folsäure ist enthalten in Tomaten, Kohl, Salat, Brokkoli, Spargel, Fleisch, Milchprodukten und Kartoffeln. Durch Kochen wird sie aber leider zerstört, da sie sehr hitzeempfindlich ist, ebenso durch zu lange Lagerung. Deshalb sollten möglichst frische Nahrungsmittel verwendet werden.

Vitamin B-Komplex

Vor allem Vitamin B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin) und B6 (Pyridoxin) sind bedeutsam. Sie sind wichtig für das Nervensystem, die Haut, das Herz, die Zellatmung und das Immunsystem. Diese Vitamine sind in Vollkornbrot, Getreide, Kartoffeln, Nüssen, Eiern, Käse und Milch enthalten.

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Vitamin C ist wichtig für die Immunabwehr, für die Blutgefäße, für die Kollagen- und Bindegewebsbildung. Vitamin C ist in frischem Obst (vor allem in Zitrusfrüchten, Kiwis, schwarzen Johannisbeeren) und frischem Gemüse (Paprika, Sauerkraut, Kartoffeln) sowie in Hagebutten, Soja und Sanddorn enthalten.

Calcium

Calcium ist hauptsächlich in Milch und Milchprodukten enthalten, aber auch in bestimmten Gemüsesorten wie Brokkoli, Mangold, Grünkohl oder Fenchel. Calcium ist wichtig für den Knochenbau und die Zahnanlagen des Ungeborenen. Enthält die Nahrung der Mutter zu wenig Calcium, werden ihre körpereigenen Vorräte abgebaut. Also schützen Sie sich selbst und achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr. Empfohlen werden für eine Schwangere ca. 1200 mg Calcium am Tag. Das entspricht etwa einem Liter Milch, kann aber selbstverständlich auch durch andere Lebensmittel wie Käse, Buttermilch, Kefir oder calciumhaltige Fruchtsäfte ersetzt werden. Auch Mineralwasser eignet sich als Calciumlieferant. Es sollte mindestens 200mg/Liter enthalten.

Magnesium

Magnesiummangel kann in der Schwangerschaft zu Wadenkrämpfen und sogar zu vorzeitigen Wehen führen. Günstig sind ca. 400mg Magnesium pro Tag. Magnesium ist in grünem Gemüse, in Nüssen und vor allem in Mandeln enthalten.

Eisen

Eisen wird für die Blutbildung benötigt. Da das Blutvolumen in der Schwangerschaft etwa um 1 Liter höher ist als sonst und das Ungeborene Eisen für seine Sauerstoffversorgung benötigt, erhöht sich der Eisenbedarf in der Schwangerschaft enorm. Eisen ist in Fleisch, getrockneten Früchten (Aprikosen und Feigen) und Getreide enthalten. Zusammen mit Vitamin C wird Eisen besser vom Körper aufgenommen. So ist es zum Beispiel sinnvoll, entsprechende Lebensmittel oder auch entsprechende Tabletten  mit einem Glas Orangensaft zu sich zu nehmen.

Der Hämoglobinwert wird bei den Blutuntersuchungen in der Schwangerschaft kontrolliert. Unter einem Wert von 11mg/dl werden meist Eisenpräparate verordnet.

Jod

Jod ist in Fisch (Seelachs, Schellfisch, Kabeljau), jodiertem Speisesalz und auch manchmal im Trinkwasser vorhanden. Jod ist beispielsweise unverzichtbar für die Entwicklung des Gehirns. Bei Unterversorgung mit Jod während der Schwangerschaft kann es beim Kind zu verminderter Intelligenz kommen. Sie sollten unbedingt jodiertes Speisesalz verwenden und mindestens einmal die Woche Fisch essen. Die Einnahme von 200 µg Jodid täglich ist sinnvoll.
 

Zusätzlich sollten Schwangere folgende Punkte beachten:

Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, der Genuss sollte nicht auf der Stecke bleiben. Also wenn der Heißhunger ruft, kann dem ruhig auch mal nachgegangen werden, aber in Maßen.

Ich wünsche eine problemlose Schwangerschaft und gute Gesundheit für Mutter und Kind.
 

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Kinder und gesundes Essen - das passt manchmal nur schwer zusammen

Kindern gesundes Essen nahe zu bringen ist nicht immer leicht.

Ein Frühstück mit einem hohen Ballaststoffanteil bietet sich an. Müsli, Vollkorncerealien oder Vollkorntoast sind gute Energielieferanten, wobei darauf geachtet werden sollte, dass der Zuckeranteil nicht zu hoch ist. Lieber weniger Zucker und dafür ein paar Früchte zu den Cerialien geben. So ist für eine gute Leistungsfähigkeit in Schule und Kindergarten gesorgt. Das hört sich sicher für Viele nach Schwierigkeiten bereits vor der Schule an. Doch ich kann nur empfehlen, es einmal zu versuchen. Vielleicht mit ein paar Vollkorncerealien, die sich dann unter dem Namen Flakes auch schon ganz lecker anhören, dazu eventuell noch ein paar Früchte, das gibt Farbe und sieht sehr appetitlich aus. So können die Flakes es doch meist mit ihren süßen Konkurrenten aufnehmen.
 

Hier ein paar Tipps:

  • Gemüsepflanzen sind eine gute Quelle für Vitamine und Mineralen und daher wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes. Führen Sie ein neues Gemüse ein, in dem Sie es mit vertrauten Lebensmitteln mischen.

  • Streuen Sie ein wenig geriebenen Käse über das Gemüse, um es ansprechender zu machen, denn auch bei Kindern isst das Auge mit.

  • Fügen Sie Gemüse hinzu, wenn Sie die Lieblingsspeisen Ihrer Kinder kochen, zum Beispiel als zusätzlichen Belag auf einer Pizza.

  • Viele Früchte enthalten natürliche Süßstoffe, geben Sie öfter mal mundgerecht aufbereitetes Obst anstelle von Süßigkeiten.

  • Achten Sie auf ein appetitliches Aussehen, denn die Süßwarenindustrie ist hier Ihr Konkurrent, und die tut dies auch.

  • Wie wäre es mal mit Früchten am Spieß, mit ein paar Schokoladen Spränklern oder einem frischen Fruchtshake mit Milch, evtl. Naturjogurt und frischen Früchten.

  • Ihr Kinder sollten auf zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse pro Tag kommen. Eine Portion entspricht der Menge, die in eine Hand passt.

Wie sinnvoll sind Kinderlebensmittel ?

Erst einmal ist festzustellen, dass es keine verbindliche Definition für den Begriff "Kinderlebensmitteln" gibt. So ist es schwierig, diese Frage einfach so zu beantworten. Häufigsten werden Lebensmittel als Kinderlebensmittel bezeichnet, die recht viel Zucker enthalten. Oft sind es Vertreter aus der Gruppe der Süßigkeiten. Auch bei der großen Gruppe der so genannten Frühstückscerealien zielen viele Produkte auf die Zielgruppe der Kinder.

Im allgemeinen ist festzustellen, dass diese Lebensmittel keinen besonderen Vorteil bringen. Meist sind diese Produkte zusätzlich zu dem erhöhten Zuckeranteil teurer als die entsprechenden Produkte, die sich in ihrer Werbung auf Erwachsene konzentrieren und in aller Regel genauso gut für Kinder geeignet sind.

Ca. 1/3 der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind übergewichtig. So ist es sinnvoll, Alternativen für eine gesunde Ernährung anzubieten und für ausreichend Bewegung zu sorgen. Zu bedenken ist, dass übergewichtige Kinder ihr Leben lang die Tendenz zum Übergewicht haben.

Ein paar Anregungen bei einer Tendenz zum Übergewicht:

Das Auge isst mit - denken Sie daran wenn Sie die Speisen anrichten. Langsam essen, denn es braucht etwas Zeit um zu erkennen, dass man satt ist. Fleisch zur Beilage degradieren, öfter mal vegetarisch essen. Fett reduzieren - 25% der aufgenommenen Nahrungsenergie aus Fett reichen völlig aus. Auch in Gebäck, Kuchen, Süßigkeiten, Wurst und Käse ist Fett enthalten, was angerechnet werden muss. Magere Wurst- und Fleischsorten verwenden (Pute, Kalb, Wild, Kaninchen). Vorwiegend pflanzliche Fette und Öle mit einem hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren verwenden (Sonnenblumenöl, Olivenöl...). Bei Gemüse Tiefkühlgemüse den Konserven vorziehen. Täglich ausreichend Frischobst essen. Täglich 2 - 3 l trinken (Mineralwasser und ungesüßte Tees sind besonders geeignet - ansonsten müssen die Kalorien des Zuckeranteils beachtet werden). Fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt können Heißhungerattacken vermeiden. Vollkornprodukte halten länger satt.

Nicht ganz auf süße Sachen verzichten, sonst wird der Heißhunger darauf zu groß.
 

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Vegetarische Ernährungsformen:

Es gibt unterschiedlichste Formen der vegetarischen Ernährung und noch viel mehr Gründe, warum Leute beschließen, sich an eine solche zu halten.
 

Hier eine Übersicht der Haupttendenzen:

Wichtig ist, dass das ganze Spektrum der Nährstoffe abgedeckt wird. Bei einer ausgewogenen und abwechslungsreichen lacto-vegetarischen bzw. ovo-lacto-vegetarischen Ernährung ist dies durchaus möglich und auch empfehlenswert. Bei bestimmten Risikogruppen ist jedoch bei einer veganen Ernährungsform besondere Sorgfalt geboten. Besonders bei Kleinkindern, Schwangeren und Stillenden, sowie bei Senioren ist eine ausreichende Nährstoffzufuhr nur sehr schwer zu erreichen. Daher ist hier von einer veganen Ernährungsform als dauerhafte Ernährungsform eher abzuraten.
 

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Warum nehmen viele zu, wenn Sie das Rauchen aufgeben - und was sich dagegen tun lässt!

Tatsache ist, dass viele Menschen, besonders Frauen die sich das Rauchen abgewöhnen, häufig an Gewicht zunehmen. Hierbei lässt sich nicht allgemein gültig sagen, um wie viel Gewicht es sich handelt. Dies ist recht individuell und einige haben auch das große Glück, nicht an Gewicht zuzunehmen. Doch dies ist eher die Ausnahme.

Doch woran liegt es nun, dass man zunimmt ?

Durch die Zufuhr von Nikotin verbraucht der Körper mehr Energie. So beschreibt ein Konsum von 24 Zigaretten einen Mehrverbrauch von ca. 200 kcal. Dazu kommt eine Appetit hemmende Wirkung durch das Nikotin. So lässt sich auch erklären, warum viele Exraucher mehr Hunger haben als zuvor. Häufig werden mehr Süßigkeiten genossen, einerseits um dem kleinen Appetit zwischendurch gerecht zu werden, andererseits wohl auch um der Tätigkeit des Rauchens eine Ersatztätigkeit entgegenzustellen (Bonbon auspacken und lutschen bzw. kauen).

Neuere Studien vermuten des Weiteren einen Effekt auf das Fettgewebe, so dass man davon ausgeht, dass es bei einer Entwöhnung zu einer Ansammlung von Fetten kommt.

Was bedeutet dies nun für Denjenigen, der sich das Rauchen abgewöhnen möchte ?

Zu erst einmal sollten die täglich verzehrten kcal. leicht reduziert werden. Den zusätzlichen „kleinen Hunger“ könnte man mit der ein oder anderen Portion Obst oder auch Gemüse bekämpfen. Es empfiehlt sich, besonders Obst und Gemüse auszuwählen, welches ordentlich gekaut werden muss, etwa rohe Möhren oder Äpfel.

Eine weitere Unterstützung kann jegliche Form der Bewegung, besonders an der frischen Luft darstellen. Einerseits werden zusätzliche Kalorien verbrannt, andererseits wird auch das Immunsystem gestärkt, das durch die regelmäßige Nikotinzufuhr meist über einen sehr langen Zeitraum belastet worden ist.
 

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Literatur: DGE info; Fachinformationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.